Ein Dackel namens Dakota. Ausstellung

Anlässlich des Endes der Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren zeigt die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität eine Sonderausstellung des Militärhistorischen Museums Berlin-Gatow.

Ein Dackel namens Dakota
Erinnerungen an die Berliner Luftbrücke

15. Mai – 28. Juni 2019

© Imperial War Museum (HU 68626, HU 68624)

Zur Eröffnung der Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 15. Mai 2019 • 18 Uhr
Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität
Hauptbibliothek
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg

Öffnungszeiten
Mo-Do 9-16, Fr 9-14 Uhr
An Feiertagen geschlossen

Die Ausstellung                                                                                         Ausstellungsflyer
Kurator: Matthias Heisig, Historiker, Berlin
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zerbrach der Konsens der vier Siegermächte für die Verwaltung ihrer Besatzungszonen in Deutschland rasch. Spätestens seit der Jahreswende 1947/48 wurde deutlich, dass zwischen der Sowjetunion im Osten und den USA im Westen ein neuer weltpolitischer Konflikt entstanden war, der über Jahrzehnte das politische Geschehen bestimmen sollte: Der Kalte Krieg. Dieser Konflikt erreichte seinen ersten Höhepunkt im Sommer 1948. In Reaktion auf die Währungsreform (Einführung der D-Mark) in den Westzonen kappte die sowjetische Militärverwaltung am 24. Juni 1948 die Verkehrsverbindungen durch ihre Besatzungszone nach West-Berlin und auch die Stromversorgung der Westsektoren. Die Westmächte entschieden aber, weiterhin in West-Berlin zu bleiben und die Bevölkerung auf dem Luftweg mit den notwendigen Gütern zu versorgen. Mehr als ein Jahr, noch über das Ende der Blockade am 12. Mai 1949 hinaus, bildeten die Flughäfen Gatow und Tempelhof, zu denen später noch Tegel hinzukam, die Berliner Stützpfeiler der Luftbrücke. Über 2,1 Millionen Tonnen Güter, darunter insbesondere Lebensmittel und Kohle, wurden auf diese Weise transportiert – sogar mit Flugbooten, die auf der Havel wasserten. Von Gatow aus wurden auch Kinder, Kranke und Industrieerzeugnisse nach Westdeutschland ausgeflogen.

Die Ausstellung des Militärhistorischen Museums Flugplatz Berlin-Gatow zeigt fotografische Momentaufnahmen der Luftbrücke nach Gatow sowie Erinnerungsberichte britischer und deutscher Zeitzeugen. Dazu gehört auch die Geschichte eines Dackels, der seinen Namen nach dem Flugzeugtyp erhielt, mit dem die Luftbrücke gestartet worden war: Douglas „Dakota“.

Die Ausstellung reiht sich ein in die Gedenkveranstaltungen zum 70. Jubiläum der Luftbrücke in 2019 und ist u.a. Teil des Programms der Universitätsbibliothek zum „Tag der Bundeswehr“ an der Helmut-Schmidt-Universität am 15. Juni 2019.

Begleitveranstaltungen
Dienstag, 28. Mai 2019, 18 Uhr: „Vom Dackelgeschenk zum Großevent – 70 Jahre Erinnerung und Gedenken an die Luftbrücke“ • Vortrag von Matthias Heisig, Historiker, Berlin

Dienstag, 4. Juni 2019, 18 Uhr: „Vom Geschichtsbuch zum Drehbuch. Die Berliner Luftbrücke im Film“ • Vortrag mit Filmbeispielen von Bernd von Kostka, Historiker, AlliiertenMuseum, Berlin