„Statt Cholera SARS und MERS? – Bemerkungen zum heutigen Epidemien-Risiko in Hamburg“. Vortrag

Die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität lädt ein zu einem Vortrag von Dr. Martin Dirksen-Fischer, Leiter des Hafen- und Flughafenärztlichen Dienstes Hamburg:

Statt Cholera SARS und MERS? Bemerkungen zum heutigen Epidemien-Risiko in Hamburg

Mittwoch, 25. April 2018
18 Uhr
Hauptbibliothek
Eintritt frei

Zum Inhalt des Vortrags:
Cholera-Epidemien, wie sie im 19. Jahrhundert in Hamburg geradezu an der Tagesordnung waren, sind hier heutzutage nicht mehr vorstellbar. Zu fortgeschritten sind mittlerweile die stadthygienischen Standards gediehen. Doch sorgt „die Natur“ alljährlich weltweit gewissermaßen für Nachschub an hochinfektiösen Mikroorganismen, und Hamburgs Hafen- und  Flughafenärztlicher Dienst ist permanent mit der Überwachung der zahlreichen Verkehrswege beschäftigt, die diese Metropole mit dem Rest der Welt verbinden – in enger Zusammenarbeit mit mehreren renommierten Forschungsinstitutionen und entsprechend eingerichteten Krankenhäusern. Hafen- und Flughafenarzt Dr. Martin Dirksen-Fischer skizziert Aspekte von Verwundbarkeit und Resilienz, u.a. am Beispiel von in jüngerer Zeit aufgetretenen Gefahren.

© dpa Picture-Alliance GmbH

Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Große Katastrophen in Hamburg. Menschliches Versagen in der Geschichte – wehrhafe Stadtentwicklung für die Zukunft?“, die noch bis 31. Juli 2018 in der Bibliothek der HSU präsentiert wird.

Der Hafen- und Flughafenärztliche Dienst der Freien und Hansestadt Hamburg – international bekannt als Hamburg Port Health Center (HPHC) – verfügt über eine lange Tradition. Diese führt zurück bis auf den ersten Hafenarzt, Prof. Dr. Bernhard Nocht, der 1892 nach der letzten verheerenden Cholera-Epidemie in Hamburg berufen wurde. Heute ist das HPHC ein Bestandteil des INSTITUTS FÜR HYGIENE UND UMWELT.