„‚Unnütze Esser‘ – Die Vertreibung von 32.000 Menschen ohne Notfallvorrat 1813/14 unter Napoleon“. Vortrag

Die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität lädt ein zu einem Vortrag von PD Dr. Helmut Stubbe da Luz, Hamburg:

‚Unnütze Esser‘ – Die Vertreibung von 32.000 Menschen ohne Notfallvorrat 1813/14 unter Napoleon

Dienstag, 8. Mai 2018
18 Uhr
Hauptbibliothek
Eintritt frei

Zum Inhalt des Vortrags:
Angehörige minderbemittelter Bevölkerungsteile sind regelmäßig von Großschadensfällen am heftigsten betroffen. Hier stellt sich das Problem der Grundversorgung mit Wasser, Lebensmitteln und sonstigen elementaren Gütern fast sofort. Daran ist zuletzt 2016 von Seiten der Bundesregierung hingewiesen worden – nach der bekannten, aber offenbar wenig erfolgreichen „Eichhörnchen“-Aktion des Jahres 1963. In früheren Zeiten geschah es nicht selten, dass angesichts einer Belagerung die mit einem Mal als „unnütz“ betrachteten „Esser“, später auch sogenannte „Ballastexistenzen“, einer Stadt verwiesen wurden. In Hamburg, damals für kurze Zeit zu Napoleons Großfranzösischem Reich gehörig, ist dies 1813/14 geschehen, und just diese Maßnahme führte aufgrund der Kriegszustände zu einer katastrophalen Großschadenslage.

© Staatsarchiv Hamburg

Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Große Katastrophen in Hamburg. Menschliches Versagen in der Geschichte – wehrhafe Stadtentwicklung für die Zukunft?“, die noch bis 31. Juli 2018 in der Bibliothek der HSU präsentiert wird.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verein für Geschichte des Weltsystems e.V., VGWS