„Wenn der Krieg nach Hamburg kommt…“. Vortrag

Die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität lädt ein zu einem Vortrag von Thomas Wiegold, Journalist, Blogger („Augen geradeaus“), Berlin:

Wenn der Krieg nach Hamburg kommt…

Montag, 4. Juni 2018
18 Uhr
Hörsaal 5
Eintritt frei

Zum Inhalt des Vortrags:
Was manche altgediente Bundeswehroffiziere erst allmählich realisieren – Schlüsselbegriffen wie „Krieg“, „Kriegsvölkerrecht“, „Waffe“, „Angriff“ kommt ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des Kalten Kriegs unter entscheidenden Gesichtspunkten eine neue Bedeutung zu. Unwahrscheinlich, dass Hamburg (wie 1813/14) belagert oder (wie 1943) von Bomberflotten attackiert wird. Doch was geschieht, wenn Hacker und Cracker irgendwo auf der Erde einen Computerangriff auf kritische Infrastrukturen in westeuropäischen Großstädten richten, beispielsweise auf das Stromnetz, woran unter anderem auch Hamburg hängt? Der neue Begriff der hybriden (gewissermaßen gemischten) Kriegsführung verweist darauf, dass provokante Politik, Sabotage, kriegsvölkerrechtlich irreführende Aktionen („grüne Männchen“) die mittlerweile ihrerseits schon konventionellen ABC- (oder CBNR-) Waffen möglicherweise entbehrlich machen, ohne dass diese letzteren als Mittel der Eskalation deshalb ausgeschieden wären.
Der auf Verteidigungs- und Sicherheitspolitik, Militär und Bundeswehr spezialisierte Journalist Thomas Wiegold spricht über die Destabilisierung von Metropolen durch hybride Kriegsführung.

Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Große Katastrophen in Hamburg. Menschliches Versagen in der Geschichte – wehrhafe Stadtentwicklung für die Zukunft?“, die noch bis 31. Juli 2018 in der Bibliothek der HSU präsentiert wird.